- Übe lieber bspw. 5 Stunden pro Woche auf mehrere Tage als auf nur ein oder zwei Tage verteilt (Wiederholungen mit ausreichenden Pausen zwischendurch können besser memoriert werden.)
- Falls Du einen Übungsplan aufstellen möchtest: Unterteile in verschiedene Themen wie Technik, Rhythmik, Harmonielehre usw. und bilde Schwerpunkte je Übungstag. Entweder bezogen auf die Themen oder bei den Unterthemen (z. B. eine best. Rhythmikübung besonders intensiv üben, die anderen nur "nebenbei").
- Keine Lust etwas Bestimmtes zu üben? Dann spiele/übe etwas, auf was Du gerade Lust hast. Das ist besser als gar nicht zu spielen/üben.
- Verwende ein Metronom.
- Klopfe mit einem Fuß im Takt (i. d. R. die Viertelnoten) mit. Zu Beginn ist das nicht ganz einfach, wenn du es nicht gewohnt bist. Klappt es aber einmal, kann es dir eine sehr hilfreiche rhythmische Stütze sein.
- Übe immer erst langsam und steigere dann schrittweise das Tempo.
- Für die rechte und linke Hand gilt gleichermaßen: Halte die Bewegungen so klein wie möglich (=größte Effizienz).
- Für die linke Hand gilt: Übe so wenig Druck auf die Saiten aus wie möglich, jedoch so viel wie nötig, um einen klaren Ton hervorzubringen. Oft benötigt es wesentlich weniger Druck, als man denkt! So lassen sich deine Soli viel besser "auf Geschwindigkeit bringen".
- Spanne nur die Muskeln an, die wirklich für die Bewegung benötigt werden (=größte Effizienz und Vermeidung von Muskelverspannungen im Schulter-Nacken-Arm-Bereich)
- Übe auch mal "blind".
- Übe abwechselnd im Stehen und im Sitzen.
- Nehme dein Gitarrenspiel zur Kontrolle der Präzision regelmäßig auf (mp3-Player, Kassette...).
- Übe Rhythmik auch in Alltagssituationen beim Gehen im Takt der Schritte, z. B. durch Klopfen mit der Hand auf den Oberschenkel.
- Spiele möglichst viel mit anderen Musikern zusammen, anstatt nur für dich allein im "stillen Kämmerchen"
- Frage dich nicht "Was kann ich noch nicht?", sondern "Was kann ich schon?"
- Vergleiche dich nicht immer mit den Besten der Besten (Manche Menschen spornt das allerdings an!).
- Transkribiere (Heraushören und Aufschreiben von Songs/Melodien/Soli) deine Lieblingsinterpreten vom Groben (Song-Struktur/-Aufbau) ins Detail (einzelne Songteile, Melodien/Soli usw.)
- Von "Finger-Trainern", mit denen man die Fingermuskulatur "aufpumpen" kann, halte ich nichts. Denn für das flinke Bewegen der Finger der linken Hand ist ein kräftiges Aufdrücken eher hinderlich (siehe Punkt 8). Genaugenommen kommt es darauf an, möglichst wenig Druck auf das Griffbrett auszuüben. Sicher, Barré-Akkorde benötigen Kraft. Aber die Technik, also wie ich greife, wie gleichmäßig ich den Druck auf den/die Finger verteile, ist letztendlich ausschlaggebend über das "Klangergebnis".